Name: ROCKERSPRO S.ŚWIDURSKI SPÓŁKA JAWNA
Adresse: Wilcza 27, 50-429 Wrocław
Europäischer Hersteller: Ja
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Alicja Janosz hat in ihrer musikalischen Laufbahn viele Wendungen genommen. Es gab einige sehr poporientierte Werke („Ala Janosz“, 2002) und auch jazzigere („Vintage“, 2011). Zweifellos fühlt sie sich aber in Retro-Kleidung am wohlsten. Trotz seines unbestreitbaren kommerziellen Potenzials bietet das Album „RetroNowa“ genau diese Art von leicht altmodischer Musik.
Wenn es ein Songmodell gibt, das perfekt zum Programm des polnischen Radios passt, dann scheinen die Kompositionen auf „RetroNowa“ genau dieses zu verkörpern. Es ist erstaunlich, dass diese Lieder es bisher nicht ins Programm geschafft haben. Schon der Opener „Byleby czasać“ gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was das gesamte Album zu bieten hat. Sofort wird klar: Alicja Janosz ist eine wandelbare und charakterstarke Frau. Obwohl die Kompositionen einige kommerzielle Elemente aufweisen, ist deutlich, dass wir es hier mit einer Musikerin zu tun haben, die weit mehr zu bieten hat als nur eingängige Melodien.
„RetroNowa“ ist ein solides Album mit melodischem, hymnischem Retro-Pop – brillant gesungen, hervorragend produziert und weitgehend klischeefrei. Die Musiker spielen wie eine Big Band und interpretieren Jazz und Funk neu, ganz zu schweigen vom R&B-Einschlag in „Sisterhood“. Doch dann, im angenehm swingenden „Something Between Us“, hören wir Klänge, die an den Film „Burlesque“ und Christina Aguileras Gesang erinnern. Viel Bläser und Klavier, aber deutlich weniger Gitarre.
Stellenweise klingt das Album, als sei es aus der Sehnsucht nach den Partys vergangener Zeiten in Kneipen entstanden. Es sollte ein Dance-Track der 70er werden, entpuppte sich aber als recht anständige Popmusik. Alicja Janosz gelang es nicht ganz, die Atmosphäre der Dance-Tracks wiederzubeleben. Sie hat es mit der Aufnahmequalität etwas übertrieben.
Es klingt durchaus zeitgenössisch, obwohl der Stil natürlich unverkennbar ist. „I tylko Ty“ ist typisch für Opole aus dem genannten Jahrzehnt. Der Beginn von „Choć raz“ versetzt uns lebhaft in das Café „Teichtee am Mikrofon“ und erinnert uns dann, dank eines Saxofonsolos, an die Atmosphäre früher Sade-Lieder.
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